Die Ausrüstung im Überblick

Was ich alles mitnehme

Gerade bin ich auf einem kleinen, romantischen Zeltplatz angekommen und habe meinen Rucksack ausgepackt. Was kommt da wohl zum Vorschein?

Sommergear

  1. Der Rucksack. Mit nicht mal 500 g deutlich leichter als die klassischen Expeditionsrucksäcke (Gewichte um die 2 bis 3 kg), immer noch halb so leicht wie der herkömmliche Daypack mit ca. 1 kg.
  2. Das Schlafzimmer. Tarp, Deckenschlafsack und leichte, isolierte Luftmatratze. Direkt unter der Zahl ist ein Mückennetz-Prototyp, welcher sich nicht bewährt hat – die Mückenabwehr ist noch Gegenstand weiterer Überlegungen.
  3. Die Küche. Selbstgebauter Spirituskocher mit Titantopftasse im blauen Beutel, silbern umhüllt mit grünem Deckel die „Kochkiste“ zum Garen des Essens und ein grüner Beutel für Vorräte.
  4. Die Garderobe. In der gelben Rolle ist eine Primaloft-Weste, spart den Fleece-Pulli. Regenhose, Regenjacke, Windjacke, Buff als Kälte- und Regenschutz. Eine Garnitur lange Unterwäsche für nachts, eine Wechselunterhose und Socken, ein langes Trikot sowie eine kurze Short mit Einsatz fürs Camp, wenn die Radhose trocknet.
  5. Persönliches Zeug und Hygiene. In dem grünen Beutelchen ist das Waschzeug und die ganzen kleinen Helferlein (Tüten, Schnur, Stirnlampe, Reperaturzeug, …), für den Sommer gönne ich mir ein großes Microfaser-Handutch.
  6. Wassertransport. Im Sommer ein richtiger Sicherheitsfaktor, hier mit insgesamt 5 l Kapazität. Ein Wasserbeutel ist mit dem Trinkschlauch verbunden und hat sein spezielles Rückenfach, der andere dient dem Wasservorrat im Wildcamp oder dem Transport des nassen Elements auf Zeltplätzen. Auf dem einen Wasserbeutel liegt das 1.Hilfe-Pack.

Zusätzlich habe ich eine kleine Hüfttasche mit den wichtigsten Dingen wie Geld, Ausweis, Schlüssel, Handy, Taschentücher und meistens ein Riegel für unterwegs.
Die Knipse und das kleine Stativ für die Selfies kommen in der Regel in die Beintaschen der Radhose.
Das Fahrradwerkzeug mit Ersatzschlauch befindet sich in einer kleinen Satteltasche, auch das Fahrradlicht – so muss ich im Pannenfall nicht lange wühlen. Nur die Luftpumpe stecke ich in den Rucksack.

Mit dieser Ausrüstung kann ich nicht nur richtige Mountainbike-Touren machen, sondern auch ganz komfortabel im Camp regenerieren.

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Beim Duschen werden die verschwitzten Sachen mit durchgespült, spart Mengen Reservesachen

 

Welche Technologie dahintersteckt und was sich nun genau in den Tüten und Beuteln verbirgt, will ich in weiteren Artikeln beschreiben.

Die Gewichtsfrage …

… ist auch immer eine Definitionsfrage. Manche tragen schwere Sachen absichtlich am Körper, um dann mit einem leichten Rucksack prahlen zu können. Aber schlußendlich muss alles den Berg hoch!

Als Vergleichsgröße dient hier das sogenannte „Base Weight“ (BW), also der Rucksack ohne Verbrauchsmaterial wie Wasser, Essen und Brennstoff (guggst Du: Wikipedia-Artikel Leichtwandern).

Da ich keine passende Waage  besitze, kann ich die Gesamtlast nur grob rechnerisch überschlagen:

  • Rucksack ohne Lebensmittel und Wasser, mit Kamera: ca. 5,7 kg
  • vergleichbares BW (ohne Luftpumpe und Akkus): ca. 5,5 kg
  • Startgewicht (mit Federwaage ermittelt geschätzt): bis ca. 9 kg

Meine absolute Totalgewicht-Rucksack-Obergrenze habe ich mit <10 kg festgelegt, sonst wird es arge Schlepperei und der Fahrspaß leidet dann deutlich.

Zusätzlich kommen noch die Hüfttasche (voll beladen so um ein Pfund), GPS-Gerät und die Werkzeugtasche als Gepäcklast dazu.

Mein MTB und die dazugehörigen Klamotten sind ganz bewußt nicht auf Gewicht optimiert – Haltbarkeit und Funktion stehen da an erster Stelle.

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Geht gar nicht: aufgeschlitzte Seitenwand eines zu schwachen Mantels nach Felskontakt

Beispiel: nach diesem Erlebnis kommen mir nur noch (schwerere) Reifen mit verstärkter Seitenwand auf die Felge – Naturtrails sind da wenig fehlertolerant.

Einsatzbereich der Ausrüstung

Die Ausrüstung ist speziell für den Einsatz im Mittelgebirge entworfen und getestet worden. Die Tourdauer liegt zwischen 2 und 4 Tagen – spätetestens dann müsste ich die Vorräte auffüllen, also einen längeren Versorgungsstop einplanen.

Unterwegs war ich bisher im Hochsommer bei über 30 Grad (das war dann schon grenzwertig) bis hin zum Winter bei Temperaturen um die Null Grad und Nachtfrost.

Die Tagesstrecken liegen dabei so um die 30 Kilometer, selten mehr, gerne auch deutlich weniger. Es sind nicht die Kilometer, vielmehr die „Erlebnisdichte“, welche meine Touren ausmachen. Dass dabei auch mal weit über 1000 Höhenmeter zusammenkommen liegt in der Natur der Sache, wobei ich auch oft schiebe, wenn es mir zu steil wird.

Nachdem ich praktisch immer Vorräte und Brennstoff wieder zurückgeschleppt habe, kalkuliere ich inzwischen eher knapp und rechne mit Zukäufen oder einem Imbiß unterwegs.

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frittierter Käse & Pommes – eine typisch böhmische Kalorienbombe

Schließlich bin ich Tourist und will eine gute Zeit haben – Komfort und Sicherheit haben bei mir Priorität, ich mache schließlich kein Survivel.

Auch hier werde ich in weiteren Artikeln den Einsatz und die Tourentechnologie näher beschreiben.

 

Ahoj!
Euer Quittenbrot

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