Neue Seite: Ausflugstipps

In Rom, Athen und bei den Lappen
Da spähn wir jeden Winkel aus,
Dieweil wir wie die Blinden tappen
Umher im eignen Vaterhaus.

… so beklagte sich wohl bereits der Dichter und Philologe Karl Simrock (1802-1876) zu einer Zeit, wo der Massentourismus eigentlich erst in den Kinderschuhen steckte.

Dem schaffe ich natürlich gerne Abhilfe und stelle hier eine handverlesene Auswahl an Ausflugszielen im nördlichen Tschechien vor. Geologisch gesehen streife ich vom Sandstein des Elbsandsteingebirges über den Rumburger Granit wieder zum Sandstein des Zittauer Gebirges. Bahntechnisch gesehen treffen sich die U28 (Nationalparkbahn) und die Bahnlinie 081 jeweils in Rumburk und Děčín, womit das Zielgebiet auch grob umrissen wäre.
Gerade die Nationalparkbahn hat den Zugang zu vielen Zielen im Schluckenauer Zipfel erheblich erleichtert, aber auch weitere Bahnlinien lassen sich nutzen, gerne dann für eine Bikepackingtour oder den „Übernachter“ (Overnigther).

Für Bikepacker ist das Wildcampen im Nationalpark gänzlich untersagt (sogar das Biwakieren!), im Umfeld der touristischen Attraktionen zumindest schwierig. Ich kann immer wieder nur die zahlreichen kleinen tschechischen Zeltplätze empfehlen, ruhige Ecken fürs Biwak lassen sich mit etwas Suche auch finden.

Der Tipp hat es nicht mehr auf die Seite geschafft:
In allen Informationsstellen des Nationalparkes Böhmische Schweiz erhält man für knapp 3 € die tschechische Messer – Ikone: das legendäre Fischmesser, mit exklusiver Nationalparkbeschriftung. Hergestellt in einer der einst größten Messerfabriken Tschechiens und … wer hats erfunden? Nein, nicht die Schweizer, sondern er musst erst ein Geselle aus Böhmen den Eidgenossen das Messermachen überhelfen¹, genauso wie die Dresdner ja auch die Milchschokolade erfunden haben. Nur das „Schweiz“ haben wir abgekupfert, aber das ist doch in der Summe ein fairer Deal, oder 😎
Lange Rede, kurzer Sinn: kommt mir nicht ohne so ein Messer nach Hause, sonst schicke ich Euch gleich wieder los XD

fischmesser

das legendäre tschechische Fischmesser

In eigener Sache

Eine Änderung der Microtypografie hat sich ergeben, da ich entdeckt habe, dass ich mit AltGr und der Kommataste einen Mittepunkt erzeugen kann (dieser da ·) und ich diesen nun zur dezenteren Trennung zwischen den offiziellen tschechischen und den historischen deutschen Namen nutzen werde. Mit AltGr und V bzw. B-Taste entlocke ich dem Rechner auch die typografisch korrekten Anführungszeichen nach dem System 99 – 66 (da sind sie: „“). Zugegeben nur Kleinigkeiten, aber der Genießer wird es zu schätzen wissen und es stört ja niemanden.

Nun wünsche ich Euch viel Spaß beim Pläne schmieden für die neue Saison 🙂

Ahoj – Euer quittenbrot!

¹ Leider kann ich das nicht mehr verifizieren, habe es aber irgendwo gelesen. Bis ich eine Quelle beibringen kann, muss das als ungesichert gelten.

 

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