„Fire Bucket“ – Kocher funzt!

Mein erstes Kochsystem war windstabil und ganz ordentlich standfest, aber konnte nur mit Spiritus betrieben werden. Die Idee des originalen „Fire Bucket“  besteht ja in der Funktion als Mehrbrennstoffkocher. Mein eigener Fire Bucket wollte nicht so recht mit meinem Spiritusbrenner zusammenarbeiten – aber nun hat sich geduldiges Probieren gelohnt.

Die Entwicklung und die ersten Versuche mit meinem echten Fire Bucket habe ich hier beschrieben und da hatte ich ja so meine Probleme mit der Spiritusvariante.

Der 19-g-Kocher mit Windschutz

Beim Experimentieren entdeckte ich jedoch, dass der von mir favorisierte Chimney-Stove auch ohne Topfgestell gut funktioniert, indem man den Pott einfach draufstellt. Somit braucht man nur noch einen Windschutz aus dünnstem Alublech, der muss ja nichts tragen. Mit gerade mal 19 g (nur der Kocher ohne Zubehör) ist das natürlich unschlagbar leicht, aber die Abhängigkeit vom Spiritus ist der Pferdefuß.

Alles passt in den Pott, zusammen mit Feuerzeug, kleinem Wischlappen und kleinem Meßbecher. Aaaaber … es ist eine tüchtig wackelige Angelegenheit auf  natürlichem Untergrund – und etwa in Tschechien Spiritus zu bekommen kann in wahre Abenteuer ausarten (ist das gleiche Wort wie für reinen Alkohol!).

So lag lag also der Gedanke nahe: könnte ich meinen mühsam aus hochwertigem Edelstahl gefertigten Fire Bucket doch noch zur vollen Funktion bringen?

Kleiner Erkundungsgang mit Nährwert

Da lockte mich die Sonne heraus und ich erkundete den einen oder anderen Weg in meiner neuen Homezone. Im Rucksack: mein Fire Bucket mitsamt Wasser und Essen.

Ein paar trockene Äste fanden sich am Wegesrand und so gelangte ich schließlich, mich durch Bromberrgestrüpp kämpfend, in eine Art Bauschuttgelände mit einem kräftigem Schuß „Lost-Place-Feeling“.

Aber eine Standfläche für den Kocher ist ja auch was feines. Los gehts:

Zuerst habe ich die Hobo-Option benutzt,schließlich muss der neue, stabile Rost eingebrannt werden.
Bis auf meine noch ausbaufähigen Anzünd-Skills brannte es dann auch ganz ordentlich und im Nu kochte das Wasser. An sich eine feine Sache, ein paar dürre Äste sollte sich ja überall finden und die brauchen nur so dick sein, dass man die noch mit der Hand klein machen kann. Da muss man nur ein kleines Messer mitnehmen, um eventuell kleine Späne oder den bekannten „Weihnachtsbaum“  als Anzündhilfe zu schnitzen.

Während also die Nudeln im Cosy vor sich hinquellen, kommt nun einer meiner ganz am Anfang meiner MYOG-Karriere von mir gebastelten Spiritusbrenner zum Einsatz: ein Jet Burner aus diesen kleinen Energy-Drink-Dosen.

Bei früheren Versuchen schien er mir zu heiß zu brennen und die Wärme verpuffte mehr so sinnlos in der Umgebung.
Diesmal schien er aber in seinem Element zu sein, vor allem, nachdem ich den Brenner direkt auf den Bodenschutz ganz unten plazierte und so mindestens 5 cm Platz zum Pott erreiche. Die halbe Topftasse Wasser für den Kaffee war also auch schnell am Kochen, und da hatte ich endlich mein funktionierendes Mehrbrennstoff-Setup gefunden!

Instant-Nudeln: im Ausverkauf!

Was war denn nun in der Plastedose, meine anstatt labberiger Ziploc-Beutel dienende UL-„Kochkiste“, drin?

Da sucht man jahrelang nach puren Instantnudeln – und beim Penny bei mir um die Ecke im Wühlregal stehen sie für 49 Cent pro Packung herum wie sauer Bier! Das „Quick & Easy Nudelsalat“ –  Set enthält in einem stabilen Tütchen ganze 100 g pure Instantnudeln. Da muss ich noch schnell was bunkern, wer weiß, wann man da wieder zuschlagen kann.

Dazu kommen noch folgende Zutaten: eine Instant-Nudelsoße vom Kaufland, das sind so kompakte Tütchen in einer kleinen Pappschachtel. Trockentomatenstreifen geben etwas Biss und vom Nudelsalat-Set habe ich noch die mexikanische Würzmischung reingekippt. Das hätte auch die halbe Menge gereicht o_O
Aufgegossen habe ich das mit ca. 0,5 l kochendem Wasser, das war dann fast komplett aufgesaugt.

Fazit

Mit 117g ist das Fire Bucket System schon eine ganze Ecke schwerer als mein aktuell genutztes Kocher-Setup. Aber der Vergleich hinkt natürlich, da sich die Funktionalität doch deutlich unterscheidet. Jedenfalls ist der Fire Bucket nun reif für den produktiven Einsatz und wird wohl im Wechsel mit der Ultralight-Variante benutzt werden.

Ahoj – Euer quittenbrot!

 

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