Bikepack Update

Nach einigen Einsätzen meines Bikepacks zeigten sich diverse Designmängel. Vergleichsweise einfach war die Verbesserung des Kraftpunktes an den Schulterträgern, während der neue Latz einen massiven Eingriff darstellte. Der Rucksack wurde regelrecht geschlachtet!

Kraftpunkt verfeinert

Die Befestigung der Bänder an der D-Schnalle war nicht zufriedenstellend gelöst. Zur besseren Krafteinleitung und um die freie Beweglichkeit zu verbessern, mussten die jeweiligen Riemen schmaler werden.

Einmal habe ich ein 10 mm Band als Abschluß schlaufenförmig angenäht, mich dann aber dafür entschieden, das 20 mm Band an den Rändern einzufalten und mit Bartacks zu stabilisieren:

Kraftpunkt-bikepack

Das neue Setup des Tragesystems

So können sich die Bänder je nach Belastung freier Bewegen und es verheddert sich weniger.

Das war im Vergleich zur folgenden Änderung nur das Warmlaufen, denn ich habe für die folgende Evolutionsstufe gefühlt fast den halben Rucksack neu nähen müssen  o_O

Neuer Frontlatz

Worum geht es nun? Der alte Frontlatz (also die außen liegende Tasche mit der mittigen Kellerfalte) hatte sich auf Dauer nicht bewährt. Kaum war etwas im Latz verstaut, poppte der die Kellerfalte komplett raus und beim Anlehnen des Rucksacks an Bäume oder Steine kam es zum Kontakt mit der aus vergleichsweise empfindlichen Material gefertigten Kellerfalte. Das erregte mein Mißfallen und Abhilfe tat not!

Also wurde ein neuer Latz geschneidert, eher klassisch mit zwei seitlichen Falten und strafferer Linienführung:

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Der neue Latz auf links gedreht

Das war noch das leichteste an der Geschichte. Jetzt musste ich ganz tapfer sein und den Nahttrenner fest in die Hand nehmen! Drei sorgfältig gefertigte Nähte mussten mühsam durchtrennt werden, ohne das verbleibende Material zu beschädigen.

So sah es dann zwischendurch aus, ein erbarmungswürdiger Anblick 😦

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Mein Prunkstück – brutal geschlachtet!

Ja, da holt man schon tief Luft und hofft, dass alles wieder gut wird!

Das Zusammensteppen ging dann doch besser als gedacht, bis auf kleinere Launen einer meiner Maschinchen:

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Ein paar Streicheleinheiten in Form frischen Öls und eine neue Nadel besänftigten die Veritas-Diva und sie lieferte wieder eine super Performance.

So, nachdem ich auch noch das Ripsband fertig hatte, kam der Moment der Wahrheit, wo der Rucksack auf rechts gedreht wird und das kritische Auge nach Falten und schiefen Nähten sucht. Aber es hat augenscheinlich geklappt:

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Der neue Frontlatz

Einige kleine dezente Schlaufen haben auch noch ihren Weg an den Bikepack gefunden. Inzwischen konnte der neue Latz draußen erprobt werden und überzeugt nicht nur durch eine straffere, aufgeräumtere Optik, sondern auch funktional.

bikepack-neuerlatz-outdoor

Unterwegs mit dem verbesserten Bikepack

So kommt die Bodenplane standardmäßig in den Latz, später auf der Tour dann je nach Wetter die Windjacke, oder ein kleines Müllbeutelchen und dergleichen mehr. Wenn der Rucksack nun am Baum lehnt, dann ist der Kontaktbereich aus robustem 500 den Cordura und das trägt doch erheblich zur Entspannung des Bastlers und Tüftlers bei 😀

Wie weiter?

Es muss noch eine Schlaufe im Bereich des Bodens dran, so dass ich bei Wanderungen den Regenschirm direkt nebem den Rückenpolster befestigen kann. Damit soll der Regenschirm im Unterholz oder in Felsspalten weniger „anecken“. Da suche ich noch  nach einer eleganten, unauffälligen Möglichkeit.

Möglicherweise per Handnaht muss auf jeden Fall noch eine größere Schlaufe am Schulterträger gemäß meines hausinternen MOTASY-Standards befestigt werden, damit das Smartphone an einer besseren Position ist (weniger im Dreck als bisher an der Hüftflosse und auch besserer GPS-Empfang).  MOTASY heißt Modulares Taschen-System und definiert eine Schnittstelle zwischen Rucksack und zusätzlichen Täschchen. Eines dieser Täschchen existiert schon und dient der Aufnahme des Smartphones. Mehr dazu in einem späteren Artikel, wenn sich die Sache bewährt hat.

Ahoj sagt quittebrot!

 

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