In 5′ einen Dosenkocher bauen!

Das Thema Dosenkocher ist ja nun schon ausreichend breitgetreten. Jeder behauptet, seiner sei der beste und effizienteste… dachte ich bis ich diesen Dosenkocher baute und sofort in meine Ausrüstung integrierte!

Du benötigst eine Getränkedose und ein Messer.

Also weniger geht ja wirklich nicht! Es dauert auch nur einige Minuten und der Kochtest kann losgehen.

Von den Kocheigenschaften war ich begeistert. Man muss etwas vorheizen, vor allem bei der kleineren Ausführung. Der große Brenner aus der 1-l-Tuborg Dose sprang in der Küche sofort an und fauchte los.

Die Idee ist hieraus. Verbesserungsvorschlag: die Kanten nicht mit dem Messer, sondern einem dünnen Lineal oder ähnlich eindrücken. Sonst besteht vor allem bei der großen Tuborgdose Verletzungsgefahr! Das Heraustrennen des Innenlebens auf der Seite mit der Trinköffnung ist auch nicht frei von Risiko, sachte und umsichtig arbeiten.

Kochleistung im Küchenlabor

Es wurde kaltes Wasser aus der Leitung verwendet, nachdem das Wasser schon eine Weile lief. Ca. 20°C, windstill.

Der kleine Brenner

  • 0,5l Wasser
  • 25 ml Spiritus
  • Titantopftasse mit Deckel
  • 2′ Vorheizen
  • nach 11′ sprudelndes Kochen
  • nach insgesamt 14’30“ gingen die Flammen aus

Der große Brenner

  • 1,0l Wasser
  • 40 ml Spiritus
  • 1 Liter Edelstahltopf von Decathlon mit Kunststoffdeckel
  • Vorzheizzeit nur einige Sekunden, dann knatterte es los
  • nach gerade mal 7′ kochte das Wasser sprudelnd!!
  • Der Brenner brannte noch einen Moment weiter
  • Der Kunststoffdeckel verformte sich leicht aufgrund der starken Hitzeentwicklung o_O

So entsteht der Brenner

Hier zeige ich den kleinen Brenner aus der 250 ml Dose. Der Tuborg-Brenner entstand nach gleichem Prinzip aus einer 1-l Tuborgdose. Dabei ist das Unterteil ca. 30 mm hoch, das Oberteil misst ca. 48 mm.

Der Praxistest

Bei einem Overnighter wurde der Brenner auch gleich eingesetzt. Er brennt zuverlässig und ausreichend schnell. Im Vergleich zum vorigen Brenner habe ich den Eindruck, etwas weniger Spiritus zu verbrauchen. Auf jeden Fall habe ich einen kleinen Meßbecher von einem Hustensaft im Kochersetup!

Auch auf dem Hohen Schneeberg im Wind auf der exponierten Hochfläche gelang das Wasserkochen für den zweiten Kaffee auf Anhieb 😀

Der Windschutz musste vor dem Umpusten geschützt werden …

Nachteile …

… gibt es auch.

Bei der Fertigung des großen Brenners habe ich mich zweimal geschnitten. Das Alumaterial ist doch sehr fest, entsprechend Druck übt man aus! Deshalb die Rillen im Oberteil ohne Messer eindrücken; Ablängen der Teile von der Dose besser mit Stift anzeichnen und Schere verwenden. Allein das Abtrennen der Ronde im Oberteil geht wohl nur mit dem Messer.

Die beiden Hälften sind nur ineinander gesteckt. Der Topf muss gefühlvoll aufgesetzt werden. Der korrekte Sitz ist vor jedem Benutzen zu beachten.

Ahoj sagt Euer quittenbrot!

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